Geschichte

Eckdaten zum Zucker in Berlin

1747 Andreas Sigismund Marggraf (1709 bis 1782) entdeckt den Zucker in der Runkelrübe.
1798 Franz Carl Achard (1753 bis 1821) gewinnt im heutigen Berlin-Kaulsdorf den ersten Rübenzucker, den er in der Berlinischen Zuckersiederey Compagnie raffinieren lässt.
1799 Franz Carl Achard übersendet dem preußischen König Friedrich Wilhelm III. den ersten Rübenzucker. Friedrich Wilhelm III. stellt in Berlin Mittel in Aussicht für den Bau der ersten Rübenzuckerfabrik der Welt.
1801 Achard errichtet die erste Versuchsfabrik in Cunern/Schlesien.
1806 Napoleon verfügt in Berlin die Kontinentalsperre gegen England.
1815 Dem Sturz Napoleons folgt der Zusammenbruch der jungen Rübenzuckerfabrikation.
1821 Zweite Gründungswelle von Rübenzuckerfabriken in Frankreich
1833 Neugründungen von Rübenzuckerfabriken auch in Deutschland
1850 Gründung des heute noch bestehenden Vereins der Zuckerindustrie. Unter dem Namen „Verein für Rübenzuckerindustrie im Zollverein" wurde er von rund 100 Rübenzuckerfabriken in Magdeburg ins Leben gerufen.
1867 Der Verein gründet in Berlin unter der Leitung des Chemikers Carl Scheibler ein Forschungs- und Ausbildungslaboratorium (das „Vereinslaboratorium“).
1881 Das Vereinslaboratorium wird unter der Bezeichnung „Institut für Zuckerindustrie“ der Königlichen Landwirtschaftlichen Hochschule Berlin angegliedert (Standort Invalidenstraße 42, Berlin Mitte).
1897 Der Direktor des Instituts für Zuckerindustrie, Alexander Herzfeld (1854 bis 1928), gründet die ICUMSA (International Commission for Uniform Methods of Sugar Analysis), deren Präsident er bis zu seinem Tode ist. Herzfeld leitet die weltweite Vereinheitlichung von einschlägigen Analysenmethoden ein, ohne die man in Wissenschaft und Wirtschaft nicht mehr auskommt.
1904 Eröffnung des Neubaus des Instituts für Zuckerindustrie in der Amrumer Straße 32 in Berlin-Wedding. Das Gebäude wird auf Staatskosten gebaut. Im obersten Stockwerk wird für das Fachpublikum eine Schau- und Lehrsammlung eingerichtet. Hier werden historisch bedeutsame Objekte ausgestellt und archiviert, die vom Institut für Zuckerindustrie gesammelt wurden.
1978 Die Technische Universität Berlin übernimmt das Institut für Zuckerindustrie und die Sammlung des „Zucker-Museums“.
1988 Das Zucker-Museum wird ein eigenständiges Landesmuseum, das ab 1989 einem breiten Publikum offensteht.
1995 Das Zucker-Museum wird dem Deutschen Technikmuseum angegliedert und ist seit 2001 somit ebenfalls Teil der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin.
2012 Aufgabe des historischen Standortes Amrumer Straße.
2015 Eröffnung der neuen Dauerausstellung „Alles Zucker! Nahrung – Werkstoff - Energie“ im Deutschen Technikmuseum in Berlin-Kreuzberg.